Biographisches

“Das Bild oben zeigt mich in sehr jungen Jahren. Rechts sieht man Frau Koch, meine Lieblingslehrerin. Später habe ich dann auf Schulparties Soulmusik von James Brown und Ike & Tina Turner aufgelegt, man wollte aber lieber auf ‘Lady in Black’ von Uriah Heep engtanzen. Das beendete meine noch junge DJ-Karriere, legte aber den Grundstein für meine zukünftige Musiklaufbahn.”

Den Teenager-Traum vom DJ träumte Bernd Delbrügge in Ostwestfalen, im beschaulichen Minden, dem Ort seiner Geburt und hoffnungsvollen Jugend. Nach ein paar Lebensjahren in Berlin erfüllte er sich seinen Soulmusik Traum dann mit Gründung der SOULCATS in Köln, seiner Wahlheimat seit 1983. Das allerdings nicht auf dem Plattenteller, sondern live, in Farbe und mit 12 Musikern auf der Bühne. Die SOULCATS genossen bald einen top Ruf bei Presse und Publikum und schafften es als Studioband der RTL Nachtshow 1994 in fast jedes deutsche Wohnzimmer.

“Die SOULCATS auf einem Festival 1991 oder 1992. Damals spielte ich ein Conn 12 M Bariton Saxophon (das legendäre ‘Gerry Mulligan Horn’) mit einem riesigen Sound. Leider löste es sich regelmäßig von selbst auf und musste ständig gewartet, repariert und gelötet werden. Wir waren – wie auf dem Foto deutlich zu sehen ist – auf der Bühne immer in Bewegung und hatten viel Spaß. Rechts im Bild Christina Lux, in der Mitte Nermin Gönenc, links neben mir Nadia Ollig.”

Seine “Charismatische Bühnenerscheinung” (Süddeutsche Zeitung) stellte “Kölns bekanntester Saxophonist” (Express) in den Dienst so unterschiedlicher Künstler wie Nina Hagen, Dr. Feelgood, BAP, Bobby Byrd, Guildo Horn. Bernd Delbrügge trat auch als Autor in Erscheinung. Der Ullstein Verlag veröffentlichte 1999 seinen Roman “The Show Must Go On”. Im gleichen Jahr erschien die CD “Music For Unknown Movies”.

Zu Beginn der 2000er Jahre wurde seine Musik elektronischer. Mit den floorJIVERS arrangiert Bernd Delbrügge seit 2003 handgespielte Instrumente und elektronische Loops und Grooves zu einer kongenialen Fusion von Tradition und Moderne. In Bosnien wurde bei einer Tournee auf ihn geschossen, trotzdem kamen die floorJIVERS mit ihren Electric Lounge Grooves bis in die Pariser Oper, nach Dubai und Jordanien. Die Band brachte drei CDs heraus, das Debut-Album “e-STYLEZ” wurde die CD der Woche auf WDR 5, Auskoppelungen findet sich auf zahlreichen Compilations im In- und Ausland.

“Die floorJIVERS mit der ‘Gräfin’, der wunderbaren Christiane von Kutzschenbach aus München. Sie sang für uns die weltbeste Version von ‘Fever’, erschienen 2009 auf dem floorJIVERS Album ‘blue-TRAXS’. Bei der CD-Präsentation von ‘blue-TRAXS’ im Kulturbunker Mülheim entstand auch das Foto. Rechts an des Desks Dr. Green, das Fender Rhodes (links im Bild) spielt Easy Rhodes, und ebenfalls links von mir steht mein kongenialer Bläserpartner Ebasa Pallada.” 

2014 kehrte der Soul in sein Leben zurück. Nach langer Bandpause formierte Bernd Delbrügge die SOULCATS zusammen mit BAP Bassist Werner Kopal neu und hat seitdem wieder viel Freude an den big beats dieser großen und großartigen Band. Als Bariton Saxophonist spielte er von 2014 bis 2018 im Madame Pomsky Orchester “Chansons noir”, mit seinem Jazzquartett, der Bernd Delbrügge Band, spielt er seit 2018 einen Stilmix aus Soul Jazz und Boogaloo, und im Bernd Delbrügge Duo stehen Jazz und Artverwandtes von Duke Ellington bis Tom Waits auf dem Programm. Neben seiner Tätigkeit als Saxophonist tritt Bernd Delbrügge in den letzten Jahren auch vermehrt als Sänger in Erscheinung. Last but not least gibt es ein Solo- und ein DJ-Saxophon Programm. Man kann also nicht behaupten, Herr Delbrügge läge auf der faulen Haut. Außerdem fotografiert er gut und gerne. So nennt ihn der Kölner Stadtanzeiger nicht ohne Grund einen Multitasker.

“Die SOULCATS 2015 kurz nach ihrer Wiederauferstehung bei einem Konzert in der Kulturkirche Köln.”

Hier kann man nachlesen, was die Presse über Bernd Delbrügge und seine Musikprojekte schreibt. Ein lesenswertes Feature erschien im Febr. 2020 im Kölner Stadtanzeiger.

   

"Kölns bekanntester Saxophonist" (Express)