Soul-Jazz, Blues´n´Boogaloo

IST DAS JAZZ, ODER KANN DAS WEG?

Auf jeden Fall ist es Musik, die Bernd Delbrügge gerne morgens um zwei am Tresen seiner Lieblingsbar hören möchte. Deshalb nennt der Kölner Saxophonist die Musik seines Quartetts auch »Tresen-Jazz« und verortet sie „irgendwo zwischen Duke Ellington, Tom Waits und Clärchens Ballhaus“. Womit ein Stilmix aus Soul-Jazz, Boogaloo, Blues und – ja! – auch Pop gemeint ist.

Saxophonist Bernd Delbrügge, Gert Kapo (keys), Gero Gellert (bass) und Dirk Ferdinand (drums) verstehen sich prächtig auf das Anrichten von Grooves und kochen auch solistisch nicht auf kleiner Flamme. Die vier Herren zeigen, dass musikalischer Eklektizismus nicht ins Abseits führen muss. Ganz im Gegenteil.

Die Aufnahmen für das Debütalbum haben begonnen.

Bernd Delbrügge Band, Foto © Claudio Kalex

Die BERND DELBRÜGGE BAND stellt Musikzitate, die zeitlich in der Tradition der 20-er und 30-er Jahre verortbar sind, neben einen New Orleans Meters-Groove und bewegt sich im nächsten Titel nonchalant durch einen zappaesken 5/4 Takt. Irgendwie glaubt man, das alles schon einmal gehört zu haben, und doch ist alles ganz neu und auch ganz anders. “Très charmant!” bemerkte unlängst eine Zuschauerin in Bad Lippspringe, und ein britischer Musikjournalist schrieb in seinem Blog: “Just when I planned to move on, Delbrügge pulls an Ace from the pack in the form of Tom Waits classic ‚New Coat of Paint’. I’m going to catch a later train.”

Bernd Delbrügge Band, Foto © Claudio Kalex

Bernd Delbrügge, „Kölns bekanntester Saxophonist“ (Zitat: Express), ist seit 30 Jahren im professionellen Musikgeschäft. Pianist Gert Kapo studierte bereits im zarten Alter von 16 Jahren als musikalisches Wunderkind an der Musikhochschule Köln, und auch Schlagzeuger Dirk Ferdinand und Bassist Gero Gellert haben jeder ein Studium der Jazz- und Popularmusik absolviert. So werfen sich die vier Herren handwerklich gut gerüstet mit Verve ins Programm, wobei ihnen wettbewerbliche schneller-höher-weiter-Musik wesensfremd ist. Lieber nutzen sie das Erbe tradierter Stilistiken, um damit ihren eigenen musikalischen Kontext zu schaffen.

T.C. BOYLE Abend mit Gerd Köster.

Bernd Delbrügge Band & Gerd Köster, Foto © Silvia Lamprecht

Bernd Delbrügge und Gerd Köster teilen nicht nur musikalische Vorlieben. Sie sind auch beide erklärte Fans des US-amerikanischen Schriftstellers T.C. Boyle. Da liegt der Gedanke eines gemeinsamen T.C. Boyle Abends mit Musik und Lesung nahe. Gerd Köster liest aus „Drop City“, der herrlich durchgeknallten Story einer kalifornischen Hippie Kommune, die sich vom Marihuana beflügelt nach Alaska aufmacht, um dort die große Freiheit zu leben. Was natürlich nicht gut gehen kann. Sehr gut zusammen gehen allerdings die Grooves der Bernd Delbrügge Band und Gerd Kösters Vortrag. Musik und Lesung fusionieren an diesem Abend zu einem großartigen Hör- und Bühnenerlebnis. 

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"Kölns bekanntester Saxophonist" (Express)